Jagdrevier im Elsass pachten
Ein eigenes Revier heißt im Elsass Jagdlos und wird von der Gemeinde vergeben, für neun Jahre und meist per Versteigerung. Deutsche Pächter sind seit Jahrzehnten verbreitet, gerade in Reichweite von Karlsruhe, Offenburg und Freiburg. Die schwarzwildreichen Lose der Rheinebene sind begehrt und entsprechend teuer, die Bergreviere der Vogesen ruhiger und seltener frei.
Nichts Passendes im Elsass?
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Aktuelle Jagdmöglichkeiten in der Umgebung
Im Elsass ist gerade nichts ausgeschrieben. Diese Angebote stammen aus Baden-Württemberg.
Jagd im Elsass
Das Elsass liegt zwischen Rhein und Vogesenkamm und ist jagdlich zweigeteilt. In der Rheinebene wechseln Mais, Wein und Auwälder, und das Schwarzwild steht hier in Dichten, die es östlich des Rheins selten gibt. Nach Westen steigen die Vogesen auf über 1.400 Meter an, mit großen Tannen- und Buchenwäldern, Rotwild und in den Hochlagen einer eingebürgerten Gamspopulation. Im Norden gehen die Nordvogesen in den Pfälzerwald über, beide bilden gemeinsam ein grenzüberschreitendes Biosphärenreservat.
Prägende Wildarten im Elsass
Was kostet ein eigenes Jagdrevier im Elsass?
Reviere heißen im Elsass Jagdlose und werden von der Gemeinde vergeben. Je Hektar werden häufig 15 bis 50 Euro im Jahr erzielt, in schwarzwildreichen Losen der Rheinebene auch deutlich mehr, weil dort Bewerber von beiden Seiten des Rheins mitbieten.
Alle Angaben sind Richtwerte aus Inseraten und Marktbeobachtung. Verbindlich ist immer das jeweilige Angebot.
Jagdrecht im Elsass
Im Elsass und im Département Moselle gilt ein eigenes Jagdrecht, das auf das deutsche Recht vor 1918 zurückgeht und bis heute fortbesteht. Das Jagdrecht gehört dem Grundeigentümer, ausgeübt wird es aber über die Gemeinde: Sie fasst die Flächen zu Jagdlosen zusammen und verpachtet sie für neun Jahre, meist per Versteigerung. Den Pachtzins erhalten die Eigentümer anteilig, sofern sie ihn nicht der Gemeinde überlassen. Eigentümer größerer zusammenhängender Flächen können sich die Jagd vorbehalten. Das übrige französische System der kommunalen Jagdvereine (ACCA) gilt hier nicht.
Maßgeblich ist das lokale Jagdrecht Elsass-Mosel (Code de l’environnement, Art. L429-1 ff.) in der jeweils geltenden Fassung.
Worauf Sie bei einem eigenen Jagdrevier im Elsass achten sollten
Prüfen Sie im Elsass und in der Moselle, wann die nächste Vergabe ansteht: Die Lose werden in allen Gemeinden gleichzeitig alle neun Jahre neu verpachtet, dazwischen kommt kaum etwas frei. Bei Staatswaldlosen des Office national des forêts lohnt der Blick in die Ausschreibungen, sie sind öffentlich.
