Jagdpacht im Bayerischen Wald
Prägend für die Pacht in Bayern ist der Grundsatz "Wald vor Wild": Das forstliche Gutachten zur Waldverjüngung erscheint alle drei Jahre und bestimmt die Abschusshöhe beim Rehwild maßgeblich. Fällt es schlecht aus, steigt Ihr Abschuss, ob Sie wollen oder nicht. Dazu kommt die Jagdsteuer der Landkreise, die es in dieser Form nicht überall gibt.
Aktuelle Jagdmöglichkeiten im Bayerischen Wald
Für eine Jagdpacht liegt im Bayerischen Wald gerade kein eigenes Inserat vor. Hier sind alle aktuellen Jagdmöglichkeiten der Region.
Jäger suchen im Bayerischen Wald
Diese Jäger suchen aktuell eine Jagdmöglichkeit in der Region. Wenn Sie ein Revier zu vergeben haben, können Sie sie direkt ansprechen — alle Gesuche im Bayerischen Wald ansehen.
Jagd im Bayerischen Wald
Der Bayerische Wald ist das größte zusammenhängende Waldgebirge Mitteleuropas und zieht sich entlang der tschechischen Grenze. Fichten- und Buchenwälder auf den Höhen um Arber und Rachel gehen in Wiesentäler und kleinteilige Ackerflur über. Rotwild kommt in ausgewiesenen Gebieten vor, Rehwild flächendeckend, Schwarzwild hat stark zugenommen. Die Nähe zum Nationalpark und zum tschechischen Šumava bringt großräumige Wildbewegungen mit sich, auf die die Bejagung Rücksicht nehmen muss.
Prägende Wildarten im Bayerischen Wald
Was kostet eine Jagdpacht im Bayerischen Wald?
Einer der günstigsten Reviermärkte Bayerns — große Flächen zu Sätzen, die im Voralpenland undenkbar wären. Der Pachtzins liegt meist zwischen 20 und 50 Euro je Hektar und Jahr. In Bayern kommt die Jagdsteuer der Landkreise hinzu, ebenso der Wildschadensersatz — im Mais- und Grünlandgürtel ein erheblicher Posten.
Alle Angaben sind Richtwerte aus Inseraten und Marktbeobachtung. Verbindlich ist immer das jeweilige Angebot.
Landesjagdrecht in Bayern
In Bayern setzt ein Eigenjagdbezirk 81,755 Hektar zusammenhängende Fläche voraus — mehr als die 75 Hektar des Bundesjagdgesetzes. Prägend ist der Grundsatz "Wald vor Wild": Die Abschussplanung für Rehwild stützt sich auf das forstliche Gutachten zur Situation der Waldverjüngung, das alle drei Jahre erstellt wird und die Abschusshöhe maßgeblich bestimmt. Rotwild ist auf ausgewiesene Rotwildgebiete beschränkt; außerhalb davon gilt es als unerwünscht.
Maßgeblich ist das Bayerisches Jagdgesetz (BayJG) in der jeweils geltenden Fassung, ergänzend das Bundesjagdgesetz.
Worauf Sie bei einer Jagdpacht im Bayerischen Wald achten sollten
Jagdpachtfähig ist nur, wer seit mindestens drei Jahren einen Jahresjagdschein besitzt (§ 11 Abs. 5 BJagdG). Der Pachtzins allein sagt wenig — entscheidend sind die Nebenkosten. Lassen Sie sich die Wildschadensregelung, die Abschusszahlen der Vorjahre und bestehende Verträge über Ansitzeinrichtungen vor Vertragsschluss zeigen.
