JagdGelegenheiten24 Logo

Begehungsschein in den Vogesen

Im Elsass heißt der Mitjäger Permissionnaire: Der Pächter eines Gemeindeloses darf eine begrenzte Zahl von ihnen zulassen, die ohne eigene Pacht in seinem Los jagen. Weil viele Lose von deutschen Pächtern gehalten werden, laufen Absprache und Vertrag oft auf Deutsch. In der Rheinebene geht es meist um Schwarzwild, in den Vogesen um Rehwild und Rotwild.

Auf der Karte ansehen

Nichts Passendes in den Vogesen?

Stellen Sie ein Gesuch ein — kostenlos und in zwei Minuten. Revierinhaber in den Vogesen sehen, dass Sie suchen, und melden sich direkt bei Ihnen. Das ist gerade dort der schnellere Weg, wo wenig ausgeschrieben wird.

Aktuelle Jagdmöglichkeiten in Elsass

In den Vogesen selbst ist gerade nichts ausgeschrieben. Diese Angebote liegen in Elsass.

Jagd in den Vogesen

Die Vogesen ziehen sich über gut 120 Kilometer vom Burgunder Tor bis an die Pfalz und bilden die westliche Grenze des Elsass. Im Süden erreichen die Hochvogesen mit dem Grand Ballon über 1.400 Meter, mit Hochweiden, Tannen und Buchen, Rotwild und einer seit den 1950er Jahren eingebürgerten Gamspopulation. Nach Norden werden sie niedriger und sandsteinrot, die Nordvogesen gehen ohne Bruch in den Pfälzerwald über.

Prägende Wildarten in den Vogesen

RotwildGamswildSchwarzwildRehwild

Was kostet ein Begehungsschein in den Vogesen?

In den Vogesen werden Jagdlose seltener frei als in der Rheinebene, weil die Bergreviere lange in denselben Händen bleiben. Nachgefragt sind vor allem Rotwild und Gams. Das Gegenstück zum Begehungsschein ist im Elsass der Permissionnaire: Der Pächter eines Gemeindeloses darf eine begrenzte Zahl von Mitjägern zulassen. Üblich sind häufig 800 bis 3.000 Euro im Jahr, in der schwarzwildreichen Rheinebene und in Pendelnähe zu Straßburg und Karlsruhe eher am oberen Ende, in den Vogesen darunter.

Alle Angaben sind Richtwerte aus Inseraten und Marktbeobachtung. Verbindlich ist immer das jeweilige Angebot.

Jagdrecht im Elsass

Im Elsass und im Département Moselle gilt ein eigenes Jagdrecht, das auf das deutsche Recht vor 1918 zurückgeht und bis heute fortbesteht. Das Jagdrecht gehört dem Grundeigentümer, ausgeübt wird es aber über die Gemeinde: Sie fasst die Flächen zu Jagdlosen zusammen und verpachtet sie für neun Jahre, meist per Versteigerung. Den Pachtzins erhalten die Eigentümer anteilig, sofern sie ihn nicht der Gemeinde überlassen. Eigentümer größerer zusammenhängender Flächen können sich die Jagd vorbehalten. Das übrige französische System der kommunalen Jagdvereine (ACCA) gilt hier nicht.

Maßgeblich ist das lokale Jagdrecht Elsass-Mosel (Code de l’environnement, Art. L429-1 ff.) in der jeweils geltenden Fassung.

Worauf Sie bei einem Begehungsschein in den Vogesen achten sollten

Voraussetzung ist ein in Frankreich gültiger Jagdschein mit Validierung für die laufende Saison; wie ein deutscher Jagdschein anerkannt wird, klärt die Fédération départementale des chasseurs. Lassen Sie sich außerdem schriftlich geben, welche Wildarten freigegeben sind und wem das Wildbret gehört, und fragen Sie bei einer Jagdgesellschaft nach Pflichtterminen: Gemeinsame Jagdtage sind dort oft verbindlich.

Weitere Jagdmöglichkeiten in den Vogesen

Begehungsschein in benachbarten Regionen