Jagdpacht in Tirol
Der Hektarsatz wirkt mit acht bis fünfundzwanzig Euro niedrig, doch bei Reviergrößen von mehreren tausend Hektar summiert er sich beträchtlich. Die eigentlichen Kosten liegen anderswo: Fütterung, Wegeerhaltung, Jagdhütte und der Berufsjäger. Wer nach dem Hektarpreis geht, verschätzt sich in Tirol regelmäßig um ein Vielfaches.
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Aktuelle Jagdmöglichkeiten in der Umgebung
In Tirol ist gerade nichts ausgeschrieben. Diese Angebote stammen aus Salzburg, Bayern.

Traumhafte Gebirgsjagd
ZELL AM SEE, BAYERN
50.000 €
Pro Jahr
Begehungsschein Kelheim – Donaudurchbruch, Wald und Hanglagen
KELHEIM, BAYERN
560 €
Pro Jahr
Kleinrevier Holzkirchen – Alpenvorland
MIESBACH, BAYERN
2.100 €
Pro Jahr
Hunting opportunity in Franconia (roe deer and wild boar), guided
ANSBACH, BAYERN
750 €
Pro Saison
Pirschbezirk Bayerischer Wald – Rehwild, Nähe Regen
REGEN, BAYERN
500 €
Pro Jahr
Begehungsschein Vilshofen, Niederbayern
PASSAU, BAYERN
450 €
Pro Jahr
Kleiner Eigenjagdbezirk Haßberge
HASSBERGE, BAYERN
1.100 €
Pro Jahr

Rehbock-Einzelabschuss Frühjahr, Oberpfalz
CHAM, BAYERN
180 €
Pro Stück

Begehungsschein im Landkreis Landsberg am Lech, Feld und Wald
LANDSBERG AM LECH, BAYERN
580 €
Pro Jahr

Jagdgelegenheit im Landkreis Dillingen – Rehwild, Hase, Fuchs
DILLINGEN A.D. DONAU, BAYERN
400 €
Pro Jahr

Begehungsschein Feldrevier Rhön-Grabfeld, Schwerpunkt Schwarzwild und Raubwild
RHÖN-GRABFELD, BAYERN
520 €
Pro Jahr

Eigenjagd im Bayerischen Wald zu verpachten
FREYUNG-GRAFENAU, BAYERN
3.200 €
Pro Jahr
Jagd in Tirol
Tirol ist Hochgebirgsjagd in Reinform. Vom Karwendel über die Zillertaler und Ötztaler Alpen bis zu den Hohen Tauern in Osttirol liegen die Reviere überwiegend zwischen 1.000 und 3.000 Metern; ein einzelnes Revier kann mehrere tausend Hektar umfassen, von denen ein guter Teil Fels und Gletscher ist. Prägend sind Gams- und Rotwild, dazu Murmeltier und Birkwild. Steinwild kommt in mehreren Kolonien vor, wird aber nur nach strenger Kontingentierung bejagt. Rehwild bleibt auf die Talstufen und die unteren Hanglagen beschränkt.
Prägende Wildarten in Tirol
Was kostet eine Jagdpacht in Tirol?
Der Pachtzins liegt meist zwischen 8 und 25 Euro je Hektar und Jahr. Entscheidend sind in Tirol die Nebenkosten: Fütterung, Wegeerhaltung, Jagdhütte und oft ein angestellter Berufsjäger, der bei größeren Revieren vorgeschrieben ist.
Alle Angaben sind Richtwerte aus Inseraten und Marktbeobachtung. Verbindlich ist immer das jeweilige Angebot.
Landesjagdrecht in Tirol
Ein Eigenjagdgebiet setzt in Tirol 115 Hektar zusammenhängende Fläche voraus. Eine Tiroler Besonderheit ist die Berufsjägerpflicht: Reviere ab einer bestimmten Größe müssen einen geprüften Berufsjäger oder Jagdschutzorgan beschäftigen, was die laufenden Kosten spürbar erhöht. Die Jagdkarte wird jährlich gelöst, die deutsche Jägerprüfung wird anerkannt. Schalenwild unterliegt dem Abschussplan, für Steinwild gelten gesonderte, sehr enge Kontingente.
Maßgeblich ist das Tiroler Jagdgesetz 2004 in der jeweils geltenden Fassung.
Worauf Sie bei einer Jagdpacht in Tirol achten sollten
Österreich hat kein Bundesjagdgesetz; maßgeblich ist allein das Jagdgesetz des jeweiligen Bundeslandes. Wer pachten will, braucht eine gültige Jagdkarte, einzelne Länder verlangen zusätzlich eine Mindestzeit als Karteninhaber. Der Pachtzins allein sagt wenig — lassen Sie sich Abschusspläne der Vorjahre, die Wildschadensregelung und bestehende Abschussverträge vor Vertragsschluss zeigen.