Begehungsschein im Kreis Euskirchen
In Nordrhein-Westfalen ist der Begehungsschein für die meisten der einzig realistische Zugang: Das Land ist dicht besiedelt, die Reviere sind klein und fest vergeben. Wald und Holz NRW schreibt Scheine im Staatswald aus. Im Sauerland, in der Eifel und im Weserbergland ist das Angebot spürbar besser als im Ruhrgebiet und am Niederrhein, wo sich viele Jäger auf wenig Fläche verteilen.
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Jagd im Kreis Euskirchen
Der Kreis Euskirchen reicht von der Zülpicher Börde bis tief in die Eifel und deckt damit zwei Reviertypen ab. Im Norden weite Ackerflächen mit Feldhasen und hohen Rehwilddichten, im Süden die Rureifel und das Umfeld des Nationalparks Eifel mit Rotwild, Muffelwild und starkem Schwarzwildvorkommen. Der Rotwildbezirk Hohes Venn–Eifel ist eines der wenigen Gebiete Nordrhein-Westfalens, in denen Rotwild dauerhaft vorkommen darf.
Prägende Wildarten im Kreis Euskirchen
Was kostet ein Begehungsschein im Kreis Euskirchen?
Die Eifelreviere liegen preislich deutlich unter dem Rheinland; im Bördebereich nahe Bonn und Köln zieht die Nachfrage spürbar an. Nordrhein-Westfalen ist der teuerste Markt für Begehungsscheine: 800 bis 3.000 Euro im Jahr sind im Rheinland und im Ruhrgebiet keine Seltenheit. Im Sauerland, in der Eifel und im Ostwestfälischen liegen die Preise spürbar niedriger.
Alle Angaben sind Richtwerte aus Inseraten und Marktbeobachtung. Verbindlich ist immer das jeweilige Angebot.
Landesjagdrecht in Nordrhein-Westfalen
Das Landesjagdgesetz NRW wurde 2015 grundlegend umgestaltet und 2018 in Teilen wieder zurückgenommen; der heutige Stand liegt näher am Bundesjagdgesetz als die Fassung dazwischen. Rotwild ist auf ausgewiesene Rotwildbezirke — unter anderem Eifel, Arnsberger Wald, Egge und Rothaargebirge — beschränkt. Für Schalenwild gilt Abschussplanpflicht, für Rehwild bestehen vereinfachte Verfahren. Wegen der dichten Besiedlung sind Sicherheitsabstände und befriedete Bezirke ein zentrales Thema jeder Reviersuche.
Maßgeblich ist das Landesjagdgesetz Nordrhein-Westfalen (LJG-NRW) in der jeweils geltenden Fassung, ergänzend das Bundesjagdgesetz.
Worauf Sie bei einem Begehungsschein im Kreis Euskirchen achten sollten
Klären Sie vor der Unterschrift, welche Wildarten freigegeben sind, wie viele Stücke Sie erlegen dürfen, wem das Wildbret gehört und ob Ansitzeinrichtungen mitgenutzt werden dürfen. Ein entgeltlicher Begehungsschein sollte immer schriftlich fixiert werden.